Stadtwerkelauf - Einfach Spaß am Laufen haben
07.09.2008
14. Auflage des Sportereignisses / Mehr als 400Starter
Der Stadtwerkelauf übt auf die Teilnehmer offensichtlich eine besondere Faszination aus. Viele sind seit etlichen Jahren am Start und sind immer wieder gern dabei. So wie Holger Domke. Vor elf Jahren nahm der Läufer des Jahrgangs 1941 zum ersten Mal teil. Der Beweis: Er hat sein erstes T-Shirt mitgebracht.
Auch an diesem Wochenende lief Domke wieder die 5.000-Meter-Rundstrecke durch die Stadt. Gemeinsam mit etwa 70 anderen Teilnehmern. Darunter auch Schulleiter Holger Meyer. In seinem Jahrgang 1950 hatte Meyer im vergangenen Jahr sogar gewonnen. Darauf ist er immer noch stolz. Trotzdem wollte er die Strecke locker angehen. Für den sportlichen Rektor der Grundschule Thesdorf geht es um Vorbildfunktion und um Hobby. Ambitioniert, aber nicht verkrampft.
Die Menschlichkeit am Rande und die Freude am gemeinsamen Laufen scheint das Erfolgsgeheimnis des Stadtwerkelaufs zu sein. Viele kleine Begebenheiten schaffen eine Atmosphäre, die einfach Spaß macht. Ein Beispiel dafür lieferten die Schwestern Constanze und Theresa Ernd sowie ihre Freundin Karolin Dieckmann. Die Mädchen liefen ihre 5.000-Meter-Strecke zum großen teil Hand in Hand. Bei jeder Runde wurden sie von den zuschauern am Rand ein bisschen mehr gefeiert. Mehrere hundert Menschen säumten vor allem die Start- und Zielbereiche an der Drostei. Mit Rufen, Applaus und Ratschen wurden die mehr als 400 Teilnehmer der fünf verschiedenen Startgruppen nach Kräften angefeuert.
Seit im vergangenen Jahr die 2.000-Meter-Distanz neu aufgenommen wurde, hatte sich die Zahl der der Läufer erhöht. Das freute vor allem Organisator Jan Thomsen, den Spartenleiter Leichtathletik des VfL und Cheftrainer sowie Mitorganisator Klaus Böttcher. Während vor der Drostei das sportliche Großereignis lief, saßen sie im Foyer an Computern, um Ergebnisse zu verwalten und Urkunden zu drucken. Obwohl Thomsen den Stadtwerkelauf als Angebot im Breitensport sieht, waren auch diesmal wieder leistungsorientierte Läufer dabei. Favorit Hannes Hettfleisch ging erwartungsgemäß als erster der 10.000 Meter-Läufer durchs Ziel. Auch Svenja Meyer bewies wieder ihre Stärke. Als erste Frau bewältigte sie die 5.000-Meter-Strecke.
Außer sportlicher Prominenz, die einfach so zum Spaß am 14. Stadtwerkelauf teilnahm, war auch politische Prominenz im Teilnehmerfeld vertreten. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Ole Schröder zeigte auf der Langstrecke seine sportliche Seite. Mit sichtlichem Spaß drehte er seine Runden, klatschte herausgestreckte Zuschauerhände ab und erreichte das Ziel im vorderen Drittel des Feldes.
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